Lehraufträge LMU

Übersicht


Lehraufträge am Institur für Musikwissenschaft

der Ludwig-Maximilians-Universität München


Instrumente und Partitur

Durchgegend seit Wintersemester 2006
Pflichtkurs im Grundstudium. Propädeutikum.

Das Propädeutikum ist Pflichtveranstaltung im Grundstudium für Hauptfächler. Anstatt, wie früher üblich, einen Partiturspielkurs anzubieten, der wegen Teilnehmeranzahl, Stundenknappheit und pianistischen Fähigkeiten teilweise zu „Frustrationen“ führte, wird der Kurs in der Art gestaltet, die sich in den zurückliegenden Semestern als bewährt herausgestellt hat:

Die theoretischen Blöcke des Kurses behandeln einerseits Entwicklung, Bau und Akustik der Orchesterinstrumente; außerdem die zahlreichen Vorläufer und „ausgestorbenen“ Vertreter in Grundzügen. Andererseits werden diverse übergreifende Themen behandelt, wie z. B. Partitur- und Orchestergeschichte, Notation, Fragen der Besetzung.

Ein wichtiges Augenmerk liegt auch auf der praktischen Seite des Kurses: das selbständige Erstellen von Klavierauszügen aus Partituren unterschiedlichster Komplexität; – eine Fähigkeit, die im Studium laufend benötigt wird. Bei Interesse kann etwas später im Verlauf des Kurses auch der umgekehrte Weg beschritten werden: das Instrumentieren von Klavierwerken oder –auszügen.


Filmmusik.
Dramaturgische und musikalische Analyse

Seit Wintersemester 2009
Wahlkurs. Übung im Rahmen des Grundstudiums.

Pro Sitzung soll jeweils ein Film vorgestellt werden; hierzu müssen – da das Beschaffen von Originalpartituren fast unmöglich ist – Transkriptionen wesentlicher musikalischer Elemente selbständig hergestellt werden. In einem ersten Schritt wird dann die musikalische Struktur analysiert, erst in einem zweiten wird danach die Frage aufgeworfen, wie diese Struktur zusammen mit der des Films wechselwirkt. Dazu sollte auch der Film in einem kurzen Überblick präsentiert werden; – alle Teilnehmer sind natürlich ermutigt, sich durch ansehen des Filmes auf jede Sitzung vorzubereiten.

Ein besonderes Augenmerk wird auf den Expositionen der Filme liegen, da in diesen ersten Minuten bereits Entscheidendes für die restliche Entwicklung sowohl der Musik als auch der Dramaturgie enthalten.

Vertrautheit mit geläufigen musikalischen Formbegriffen (Satz, Periode, Sockelperiode etc.) auf der musikalischen Seite, dramaturgisches Verständnis für den Film andereseits helfen, diese Übung mit Gewinn zu bewältigen.


Grundkurs Satzlehre

Seit Wintersemester 2011
Pflichtkurs im Grundstudium. Propädeutikum.

In diesem Kurs wird wichtiges Grundlagenwissen vermittelt: angefangen von unterschiedlichen Tonleitern und Skalen (Pentatonik, Dur und Moll) wird der Umgang und die Bezeichnung musikalischer Phänomene Schritt für Schritt erläutert. Behandelte Themen: Intervalle, Dreiklänge, Vierklänge, Satzmodelle (Sequenzen, Oktavregel), Generalbass, Harmoniesierung von Melodien.

Parallel dazu wird der Bereich Gehörbildung ebenso abgedeckt: von der einfachen Ton- bzw. Intervallvorstellung wird der Weg bis hin zum Melodiediktat beschritten.



Lehraufträge am Institut für Theaterwissenschaft

der Ludwig-Maximilians-Universität München


Filmmusik.
Geschichte, Analyse und dramaturgische Funktion

Seit Wintersemester 2009
Wahlkurs. Übung im Rahmen des Grundstudiums.

Das Proseminar soll auf drei Schienen in die komplexe, weil zumeist unreflektiert wahrgenommene musikalische Komponente von Filmen einführen. In einem historischen Abriss werden wichtige Epochen und Werke besprochen. Parallel dazu sollen genretypische musikalische Merkmale bzw. Klischees herausgefiltert und systematisiert werden. Um einen Film hinsichtlich seiner Filmmusik analysieren zu können, bedarf es spezieller Methoden, die vorgestellt und an Beispielen erprobt werden. Ein Exkurs wird außerdem den Herstellungsprozess von Filmmusik erläutern, der sich auf Grund der besonderen Gegebenheiten einer Filmproduktion grundlegend vom üblichen Komponieren (für den Konzertsaal) unterscheidet.

Der Erwerb eines qualifizierten PS-Scheins ist nach vorheriger Themenabsprache möglich. Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Vorbereitung: Die Seminarteilnehmer/innen wählen bitte drei ihrer Lieblingsfilme aus und achten beim Anschauen besonders auf die Einsätze der Filmmusik, ggf. sogar auf mögliche dramaturgische Funktionen.